Oldie but Goldie
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Hundesenioren
Die Bedürfnisse eines Seniorhundes können sich erheblich von denen eines jüngeren Hundes unterscheiden.
Im Alter verändern sich die Ernährungsbedürfnisse von Hunden aufgrund eines langsameren Stoffwechsels und einer trägeren Verdauung. Weniger Bewegung und Aktivität führen zu einem geringeren Energieverbrauch, was die Anpassung der Fütterung notwendig macht.
Was bedeutet dies in Bezug auf das Futter?
Leicht verdauliches Futter: Die Nahrung sollte leicht verdaulich und gut verträglich sein, um Magen und Darm zu entlasten. Hierzu eignet sich am besten hochwertiges Muskelfleisch.
Hochwertiges Protein: Es ist wichtig, hochwertiges Muskelfleisch zu füttern, um den Protein- und Aminosäurebedarf zu decken und somit die Muskelmasse zu erhalten.
Vermeidung schwer verdaulicher Komponenten: Komponenten wie Innereien, Pansen oder Knochen sollten reduziert oder vermieden werden, um die Verdauung nicht zu belasten.
Nährstoffdeckung kontrollieren: Viele Futtersorten sind nicht bedarfsdeckend, daher sollte beim Kauf auf die Nährstoffzusammensetzung geachtet werden. Handelt es sich bei Fertigfutter um ein Allein - oder ein Ergänzungsfutter? Ergänzungsfuttermittel müssen immer passen ergänzt werden.
Fett- und Kohlenhydratanteil beachten: Diese sollten kontrolliert werden, um den Energiegehalt der Nahrung zu steuern.
Ballaststoffe durch Obst und Gemüse: Leicht verdauliches Obst und Gemüse kann als gute Quelle für Ballaststoffe dienen und unterstützen die Verdauung.
Futtermenge auf Energielevel berechnen: Die Futtermenge sollte entsprechend seinem Energiegehalt auf das Energielevel des Hundes berechnet werden.
Reduzierung schwer verdaulicher Leckereien: Kauartikel und Leckereien mit hohem Proteinanteil sollten minimiert werden.
Anzeichen für spezielle Ernährungsbedürfnisse bei Hundesenioren
- Gewichtsveränderungen: Plötzlicher Gewichtsverlust oder -zunahme kann auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Ein Seniorhund sollte ein stabiles Gewicht halten.
- Weniger Energie: Wenn dein Hund weniger aktiv ist oder schneller müde wird, kann dies darauf hindeuten, dass seine Ernährung nicht mehr optimal ist.
- Zahnprobleme: Schwierigkeiten beim Kauen oder Zahnfleischentzündungen sind häufig bei älteren Hunden. Weichere, leicht verdauliche Nahrung kann notwendig sein.
- Verdauungsprobleme: Häufiges Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung sind Zeichen dafür, dass die Ernährung angepasst werden muss.
- Haut- und Fellprobleme: Trockenes, schuppiges Fell oder Hautirritationen können auf Mangelernährung oder Allergien/ Unverträglichkeiten hinweisen.
- Veränderte Trinkgewohnheiten: Wenn dein Hund mehr oder weniger trinkt als gewöhnlich, könnte dies auf Nierenprobleme oder andere gesundheitliche Störungen hindeuten.
- Unruhe oder Verwirrtheit: Kognitive Veränderungen können auftreten. Eine angepasste Ernährung kann unterstützend wirken.
Für Hundesenioren ist ein regelmäßiger Check-Up (mind. 1x Jahr) beim Tierarzt unumgänglich.
Hierzu zählen die allgemeine Untersuchung, Blutbild, evtl. Urin / Kot, sowie Ultraschall der inneren Organe und des Herzes.