Ich bin nicht dick ... nur zu klein für meinen Körper!


Fast jeder 2. Hund hat zu viel auf den Rippen. Die Hauptursache ist eine viel zu hohe Energieaufnahme. Tatsächlich zeigt es sich, dass es den Besitzern oft sehr schwer fällt, das Gewicht ihres Hundes richtig einzuschätzen bzw. zu bewerten. In der Regel sehen die Besitzer Ihren Hund oft als "normalgewichtig" an. Umso wichtiger ist es zu wissen, in welcher Körperkondition sich der Hund befindet. 

Der Body Condition Score gibt eine Hilfestellung zur objektiven Beurteilung des Ernährungszustandes bzgl. Körpergewichts und des Körperfettanteil.
Die beigefügten Grafiken von FirstVet veranschaulichen die Einstufungen. 

unter dem Idealgewicht

Rippen, Hüftbeinhöcker und alle anderen Knochenvorsprünge sind gut sichtbar. Stark ausgeprägte Bauchlinie, deutliche Taille. Muskelreduktion ersichtlich und kein Underhautfett fühlbar.

Idealgewicht


Bauchlinie deutlich aufgezogen. Taille bei Ansicht von oben erkennbar, Rippen leicht fühlbar ohne überschüssige Fettschicht.

über dem Idealgewicht

Zwischen Brustkorb und Bauch ist kein deutlicher Anstieg der Bauchline vorhanden, Taille kaum bis sichtbar oder nicht sichtbar. Deutliche bis stark ausgeprägte Fettschicht fühl- und sichtbar. Rippen kaum bis nicht mehr fühlbar. Hängebauch möglich.

Wichtig:

Nicht jede Rasse ist gleich. Bei der Beurteilung nach BCS sollten auch immer die rassespezifischen Eigenschaften beachtet werden.
Bernhardiner vs. Windspiel.

Außerdem zeigen einige Rassen eine Prädisposition, darunter Beagle, Cocker Spaniel und Labrador Retriever. Diese Rassen haben einen verhältnismäßig geringen Energiebedarf und auf der anderen Seite einen “sehr guten Appetit”.

Aber in manchen Fällen können auch Krankheiten dahinter stecken.

Mögliche Krankheiten die zu Übergewicht (Adipositas) führen:

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Funktionsstörung der Nebenniere (Cushing)

Auch Medikamente, wie Kortison kann bei längerfristiger Gabe zu Übergewicht führen.


Indirekt können auch weitere Krankheiten, wie Herz-Kreislaufprobleme, Gelenkbeschwerden und Co. zum Übergewicht führen. Denn durch manche Krankheiten wird die Aktivität des Hundes verringert und das wiederum kann bei unveränderter Ernährungsweise zu Übergewicht führen.

Und auch die Kastration und das Alter führen zu einem veränderten Energiebedarf und das wiederum führt dazu, dass die Hunde leichter zunehmen. Dies sollte man immer im Hinterkopf behalten. 

FDH ist hier keinesfalls eine Lösung! 

Die Versorgung an notwendigen Nährstoffen und Mineralien ist durch weniger Futter oder eine Radikaldiät nicht mehr gewährleistet. Hinzu kommt, dass Dein Hund mehr Hunger leidet und somit der Bettelfaktor steigt. Hier sollte man in jedem Fall strategisch ans Abnehmen gehen. 
Eine individuell berechnete Reduktionsdiät zzgl. hilfreicher Tipp´s zum Abnehmen führen längerfristig ans Ziel.

Du bist dir nicht sicher - oder brauchst Unterstützung dann melde dich gerne bei mir!